Around the world (Part 1)

Dank Google Street View können wir Stadien auf der ganzen Welt bereisen, ohne wirklich dort gewesen zu sein. In der mehrteiligen Serie Around the world steuern wir aber nicht etwa die weltbekannten Arenen an, in denen Woche für Woche Champions League gespielt wird, sondern die kleinen, eher unbekannten Stadien – in denen dennoch schonmal großer Fußball gespielt wurde. Im ersten Teil fliegen wir nach Korsika, Transsilvanien, in den Osten von Buenos Aires, an die Stadtgrenze von Nottingham und ins Baskenland.

Auf die Bilder klicken, um auf die jeweilige Google-Street-View-Seite zu gelangen.

Stade Ange Casanova | GFC Ajaccio

Kaum zu glauben, aber in dieser „Arena“ haben Zlatan Ibrahimović und Paris St.-Germain tatsächlich ein Pflichtspiel in der Ligue 1 bestritten. Das hat einen Anwohner aber nicht davon abhalten können, hier mal schnell seinen Sperrmüll abzuladen. In der Saison 2015/16 waren die Korsen erstklassig, stiegen jedoch sofort wieder ab, während PSG den vierten Titel in Folge feierte. In Ajaccio gewannen die Pariser 4:0, natürlich mit einem Tor von Ibrahimović (in der Nachspielzeit).
Adresse: Chemin du Stade, 20090 Ajaccio, Frankreich
Aufnahmedatum: November 2008


Stadionul Dr. Constantin Rădulescu | CFR Cluj

gsv-cluj

Hinter dem Zaun am Ende der Straße gibt es zwar keine Zuschauerplätze, aber hier wurde trotzdem schon Champions League gespielt. Knapp 100 Jahre fristete der 1907 gegründete Eisenbahner-Klub CFR Cluj ein unauffälliges Dasein, meist in den unteren rumänischen Ligen, ehe er zumindest auf nationaler Ebene durchstartete, 2008 erstmals Meister wurde und die Königklasse in sein kleines Stadion im Stadtteil Gruia brachte – und unter anderem dem Chelsea FC mit Didier Drogba ein 0:0 abtrotzte. Wenige Wochen nach der Aufnahme dieses Fotos war der FC Bayern München hier zu Gast – und gewann 4:0.
Adresse: Strada Lemnului, Cluj-Napoca 400219, Rumänien
Aufnahmedatum: September 2011


Estadio Tomás Adolfo Ducó | CA Huracán

gsv-huracan

Der Stadtteil Parque Patricios ist, nunja, nicht der schönste von Buenos Aires. Hier steht unverrückbar seit 1949 das Stadion des Club Atlético Huracán, das bis 1967 nach dem Flieger und Ingenieur Jorge Newbery benannt war und im Volksmund euphemistisch „El Palacio“, der Palast, genannt wird. Als der Klub mit dem Heißluftballon im Wappen 1973 unter Trainer César Luis Menotti sensationell Meister wurde, trug das Stadion bereits den Namen eines argentinischen Militärs, der den Verein mehrere Jahre führte, dessen zweiter Vorname allerdings in Deutschland nicht gerade als Namensgeber für eine Sportstätte taugen würde.
Adresse: Avenida Almancio Alcorta Ecke Avenida Colonia, C1283 CABA, Argentinien
Aufnahmedatum: Dezember 2016


City Ground | Nottingham Forest FC

gsv-forest.jpg

Der Name der Tribüne ist nur in großer Auflösung zu erkennen: Brian Clough Stand. Der streitbare Trainer übernahm Forest – gibt es noch einen Klub auf der Welt, der „Wald“ heißt? – 1975 und machte aus dem Zweitligisten die stärkste Mannschaft Europas: Nottingham gewann 1979 und 1980 den Europapokal der Landesmeister. In der Ära nach Brian Clough gab es im City Ground nicht mehr viel zu jubeln: Das letzte Europapokalspiel verlor Forest hier 1996 gegen den FC Bayern München mit 1:5, das letzte Premier-League-Spiel wurde im vor den Toren der Stadt, in West Bridgford gelegenen Stadion 1999 angepfiffen. Geblieben ist die Idylle: Wer seinen Blick nach rechts wendet und über den River Trent schaut, kann 250 Meter Luftlinie entfernt die Flutlichtmasten des Lokalrivalen Notts County erkennen.
Adresse: Trentside N, West Bridgford, Nottingham, Vereinigtes Königreich
Aufnahmedatum: April 2017


Ipurua Futbol Zelaia | SD Eibar

gsv-eibar.jpg

Was haben sie nicht alle gelacht, als die kleine Sociedad Deportiva Eibar 2014 in die Primera División aufgestiegen ist. Niemand traute den Basken zu, sich länger als ein Jahr in der stärksten Liga der Welt halten zu können. In dem in einem schmalen Tal eingepferchten 27.000-Einwohner-Städtchen scheint es keinen freien Quadratzentimeter zu geben, und so ist auch das minikleine „Estadio Municpial de Ipurua“, oder baskisch „Ipurua Futbol Zelaia“, mit seinem lächerlichen Fassungsvermögen von 7.000 Zuschauern zwischen Hochhäuser und Autobahn hineingepresst worden. Und hier sollen Real Madrid und der FC Barcelona spielen? Tun sie, und manchmal verlieren sie sogar. Eibar, das in barcelona-ähnlicher Spielkleidung antritt, bestreitet gerade seine fünfte Saison in der Primera División.
Adresse: 1 Indalezio Ojanguren Kalea, 20600 Eibar, Gipuzkoa, Spanien
Aufnahmedatum: August 2012

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s