Traumtanz: CSKA Sofia 1981/82

cska-sofia-logo-altDie Zuschauer im Stadion Vasil Levski rieben sich verwundert die Augen. Sie konnten es nicht fassen, aber auf der Anzeigetafel stand es in kyrillischen Buchstaben und arabischen Zahlen: Gerade mal 18 Minuten waren zwischen CSKA Sofia und dem FC Bayern München gespielt, und der bulgarische Meister führte 3:0 – geradezu unglaublich. Das war nicht etwa irgendein Freundschaftsspiel, sondern das Halbfinale im Europapokal der Landesmeister 1981/82. Nachdem sie bereits den Titelverteidiger Liverpool FC aus dem Rennen geworfen hatten, waren die „anderen Reds“ auf dem besten Weg, den europäischen Fußball-Thron zu erstürmen.

Der Erfolg trug einen Namen: Asparuh Nikodimov, der „Goldene Coach“, wie er heute in Bulgarien ehrfurchtsvoll genannt wird. 296 Erstliga-Einsätze hatte er für den Armeeklub bestritten, ehe er 1979 im Alter von 34 Jahren als Cheftrainer auf der CSKA-Bank Platz nahm. Die Bilanz: Nikodimov wurde mit dem Armee-Sportklub auf Anhieb Meister und verteidigte den Titel auch 1980/81. Die „Roten“ hatten als Stammgast im EC1 bereits im Oktober 1980 aufhorchen lassen, als sie den zweifachen Titelverteidiger Nottingham Forest eliminierten.

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Torjäger Cvetan Jončev hatte beim 1:0 im Hinspiel den einzigen Treffer erzielt (70’) und Ružin Kerimov 14 Tage später mit seinem Siegtor den City Ground paralysiert. Im Viertelfinale scheiterte CSKA am späteren Gewinner Liverpool FC, doch nun war das Team aus der bulgarischen Hauptstadt weiter zusammengewachsen. Mit seinem Assistenten Dimităr Penev hatte Nikodimov eine auf technisch hohem Niveau stehende Truppe geformt, die international mit jedem Team mithalten konnte und national ihresgleichen suchte. Jončev und Torjäger Stojčo Mladenov sorgten in den gegnerischen Abwehrreihen für Gefahr, Torhüter Georgi Velinov stellte im Tor seine Klasse unter Beweis und dazwischen sorgte unter anderem das Bruderpaar Dinko und Georgi Dimitrov für Stabilität. Die Verbindung zur Spitze stellten Radoslav Zdravkov, Spas Dževizov und Plamen Markov her. Und nicht zu vergessen der Abwehrrecke – und Liebling der Fans – Krasimir Bezinski.

Andererseits hatte es Nikodimov auch nicht sonderlich schwer. Denn ein ausgeprägtes Scoutingsystem, zahlungskräftige Sponsoren oder cleveres Verhandlungsgeschick benötigte er nicht, um die besten Spieler des Landes zu CSKA zu locken, sie wurden schlichtweg „von oben“ dorthin delegiert. Das kommunistische Regime unter dem Staatsratsvorsitzenden Todor Živkov hatte nämlich großes Interesse daran, die Begeisterung des Volkes auf ein international konkurrenzfähiges Fußball-Team zu lenken. Coach Nikodimov musste zudem im Gegensatz zu seinen heutigen Kollegen auch nie befürchten, dass seine talentiertesten Spieler schon in jüngsten Jahren ins westliche Ausland abwandern würden. Er hatte alle Zeit der Welt, um seine Mannschaft wie einen guten Rotwein reifen zu lassen.

Real Sociedad San Sebastián

Am 7. Juli 1981 warteten die Vertreter des „CSKA Septemvrijsko zname“ (Septemberfahne), wie der Klub vollständig hieß, in der Züricher Nobelherberge Novo Park mit Spannung auf die Auslosung zur ersten Runde. Hoffentlich erwischten sie keine der elf gesetzten Mannschaften, und schon gar nicht den Liverpool FC, der sie im Vorjahr mit 5:1 und 1:0 aus dem Wettbewerb gekegelt hatte! Die Lostrommel bescherte den Bulgaren den spanischen Titelträger Real Sociedad San Sebastián, der gerade seine erste Landesmeisterschaft überhaupt gewonnen hatte. Das klang natürlich für den 21-fachen Champion aus der bulgarischen Hauptstadt geradezu lächerlich. Aber unterschätzen wollten sie die Basken nicht. Immerhin standen in der Elf von Trainer Alberto Ormaetxea fünf Nationalspieler, die einige Monate später bei der WM im eigenen Land die spanischen Farben vertreten sollten: Keeper Luis Arconada (baskisch: Arkonada), Mittelfeldspieler Jesús María Zamora sowie die Angreifer Roberto López Ufarte, Pedro Uralde und Jesús Satrústegui. Hinzu kam das 18-jährige Supertalent José María Baquero (Bakero), das in seiner weiteren Karriere noch große Erfolge mit dem FC Barcelona feiern sollte.

Gerade mal 15.000 Zuschauer verloren sich an einem lauwarmen Septemberabend im Park na svobodata (Freiheitspark), der heute Borisov Gradina (Boris’ Garten) heißt, und in dem sich sowohl das große Nationalstadion Vasil Levski, als auch die CSKA-Heimat (damals „Stadion der Volksarmee“, heute „Stadion der bulgarischen Armee“) befinden. Auf Grund seiner repräsentativeren Architektur und seiner größeren Kapazität trug der Armeeklub seine Europapokalspiele im Nationalstadion aus.

Die Sofioter nahmen die Partie gleich in die Hand und ließen die technisch versierten Basken erst gar nicht ins Spiel kommen. In der Folgesaison sollte die Ormaetxea-Truppe bis ins Halbfinale des Landesmeister-Wettbewerbs vorstoßen und nur haarscharf am späteren Sieger Hamburger SV scheitern. Im September 1981 war allerdings CSKA, der „Zentrale Sport-Klub der Armee“, eine Nummer zu groß für Real Sociedad – auch wenn sich das im Ergebnis nicht unbedingt niederschlug. Denn CSKA berannte zwar das von Arconada gehütete Tor, aber der erlösende Treffer wollte einfach nicht fallen. Es dauerte schließlich bis zur 89. Minute, ehe Torjäger Jončev den Armeeklub mit einem Geniestreich erlöste.

Wegen eines Spielerstreiks hatte die Saison in Spanien mit Verspätung begonnen. Aber an der mangelnden Praxis wird es nicht gelegen haben, dass Real Sociedad den Bulgaren nicht beikam. Hoffnungsvoll strömten zum Rückspiel 30.000 Zuschauer in das restlos ausverkaufte Stadion Atocha (Atotxa), das – eingepresst zwischen einem tristen Bürokomplex, einer Eisenbahnlinie und einem Obstmarkt – mit seinen grausig steilen Rängen so manchem Gegner schon das Fürchten gelehrt hatte. So hatten die Basken in der Meister-Saison nur eine Heimniederlage hinnehmen müssen und blieben in der laufenden Spielzeit zu Hause sogar gänzlich unbesiegt. Auch CSKA sollte es nicht schaffen, die Festung Atocha einzunehmen. Im Gegenteil: Die Nikodimov-Schützlinge waren damit ausgelastet, das 1:0 aus dem Hinspiel zu verteidigen. Aber weder die torgefährlichen Satrústegui und López Ufarte noch der junge Baquero schafften es, Velinov im CSKA-Tor zu überwinden, und so mussten die Basken bei ihrer Königsklassen-Premiere bereits in Runde eins die Segel streichen.

Glentoran Belfast

Der nächste Gegner Sofias, Glentoran Belfast, war nicht nur krasser Außenseiter, sondern kam auch noch mit seltsamen Vereinsfarben daher. Seit ihrer Gründung am 7. November 1882 – der Klub steuerte also gerade seinem 100-jährigen Jubiläum entgegen – spielen die Nordiren in der eigenwilligen Kombination von Rot, Grün und Schwarz. Nach der Fusion zwischen Oakfields und Nettlefields zum „Glentoran Football Club“ – benannt nach dem gleichnamigen Haus des damaligen Vorsitzenden Victor Coates – diskutierten einige Gründer in einem Pub lautstark über die Wahl der Klubfarben. Als schließlich die Mitglieder des durch die Stadt tourenden Cricket-Klubs Na Shulas aus Dublin einkehrten und mit ihren komischen Blazern zur Erheiterung der anwesenden Gäste beitrugen, war die Entscheidung zu Gunsten von rot, grün und schwarz gefallen.

glentoran-sofia-magWeniger erheiternd als jener Pub-Besuch der Cricket-Spieler war der Auftritt Glentorans im Vasil Levski. Zwar hatten die Nordiren ohne eine einzige Niederlage die Meisterschaft gewonnen und Runde eins in diesem Wettbewerb gegen die Luxemburger von Progrès Niedercorn mühelos überstanden (1:1, 4:0), Respekt einflößend waren die Glens aber deswegen noch lange nicht. Bereits nach drei Minuten schlug Aljoša Dimitrov erstmals zu, und als noch vor der Pause Zdravkov per Strafstoß auf 2:0 erhöhte (36’), bahnte sich ein Debakel an. Doch nach dem Wechsel sahen die 30.000 Zuschauer nicht mehr allzu viel, so dass es beim mageren 2:0 für CSKA blieb. Immerhin war es mal wieder einem Team gelungen, Glentoran das Gefühl der Niederlage zu vermitteln.

Wer nun dachte, der Trip zum Arbeiterklub aus East Belfast würde ein gemütlicher Ausflug werden, sah sich bald eines Besseren belehrt. Jim Cleary (67’) und Ron „Yorkie“ Manley (71’) hatten mit ihren beiden Treffern eine Verlängerung erzwungen, Trainer Nikodimov tobte vor Wut. Doch in der Extra-Zeit spielten die Fußball-Soldaten vom Balkan ihre größere internationale Erfahrung gnadenlos aus und Aljoša Dimitrov bewahrte seine Farben vor dem drohenden Elfmeterschießen (115’) – mit einer 2:1-Niederlage rettete sich CSKA ins Viertelfinale. Glentoran sollte hingegen bis heute nicht mehr die zweite Runde eines Europapokal-Wettbewerbs erreichen.

Liverpool FC

Wie schon im Vorjahr stand der Armeeklub also erneut im Viertelfinale der Königsklasse. Damals wurden sie vom Liverpool FC, der seinerzeit stärksten Mannschaft Europas, weggefegt. Graeme Souness hatte CSKA mit seinen drei Toren beim 5:1 an der Anfield Road im Alleingang erlegt, auch das Rückspiel in Bulgarien gewann Liverpool 1:0. Die Begeisterung hielt sich daher verständlicherweise in Grenzen, als den „Roten“ aus Sofia erneut die Reds aus der Beatles-Stadt zugelost wurden. Nikodimov brauchte seine Mannen vor der Rückkehr an die Anfield Road nicht zusätzlich zu motivieren. Schadensbegrenzung lautete vor 35.000 Zuschauern die Devise. Und tatsächlich: Bis zur Pause verteidigten die Bulgaren das 0:0 – die Superstars Souness, Ian Rush und Kenny Dalglish bissen sich an der CSKA-Hintermannschaft die Zähne aus. Als der junge Ire Ronnie Whelan die Elf des legendären Coaches Bob Paisley nach 65 Minuten mit 1:0 in Führung brachte, musste Nikodimov das Schlimmste befürchten. Es sollte aber bei diesem mageren Ergebnis bleiben, und plötzlich standen die Chancen gar nicht mehr so schlecht.

Vier Tage vor dem Rückspiel in Sofia holte sich Liverpool durch ein 1:0 nach Verlängerung über Tottenham den Liga-Pokal. Die Partie hatte Kraft gekostet, vielleicht zu viel Kraft. Vor 70.000 fanatischen Zuschauern im Vasil Levski wirkten die Paisley-Schützlinge jedenfalls müde, schienen sich aber auf Grund ihrer Routine dennoch durchzumogeln. Bei den wenigen Kontern zeigte sich CSKA-Keeper Velinov auf dem Posten, und als sein Gegenüber Bruce Grobbelaar eine Hereingabe falsch berechnete, war Mladenov mit dem Kopf zur Stelle (77’) – der Freiheitspark bebte. Nun setzten die in Gelb spielenden Reds nochmals alles auf eine Karte und suchten die Entscheidung in der regulären Spielzeit, aber der Ausgleich wollte nicht gelingen – Verlängerung. In der 86. Minute hatte der österreichische Unparteiische sogar noch Mark Lawrenson vom Platz gestellt, da war guter Rat gegen die immer stärker werdenden Bulgaren teuer. In der 101. Minute krönte Mladenov seine denkwürdige Leistung mit dem 2:0 und verwandelte das Vasil Levski in ein Tollhaus. Die Revanche gegen Europas Nr. 1 war geglückt – zum zweiten Mal in Folge hatte CSKA einen Titelverteidiger ausgeschaltet. „Wir haben die beste europäische Mannschaft geschlagen“, jubelte Markov nach der Partie, und nun wollten sie natürlich den Thron bestürmen.

Bayern München

Zum zweiten Mal nach 1967, als Nikodimov noch selbst als Spieler im Kader stand, war CSKA im EC1 in die Runde der letzten Vier vorgedrungen. Die verbliebenen Gegner Aston Villa, RSC Anderlecht und Bayern München konnten den Bulgaren nach dem Liverpool-Coup nun wahrlich keine Angst mehr einjagen. Das Los fiel auf den FC Bayern.

Die Münchner machten gerade eine Mini-Krise durch, weil sie nach einem 1:1 zu Hause gegen den 1.FC Köln den Kontakt zum Bundesliga-Spitzenreiter Hamburger SV abreißen lassen mussten. Bayern, das war in jenen Tagen „Breitnigge“, wie ein für die Vergabe debiler Spitznamen bekanntes deutsches Boulevardblatt das Duo Paul Breitner und Karl-Heinz Rummenigge taufte.

Die Aufregung in der bulgarischen Hauptstadt vor dem Gipfeltreffen am 7. April 1982 war riesengroß, und sowohl Breitner als auch Rummenigge standen noch gar nicht richtig auf dem Platz, da führte CSKA bereits mit 3:0. Nach sieben Minuten hatte Georgi Dimitrov eine Flanke Kerimovs zum 1:0 verwertet, kurz darauf machte Bayerns Keeper Manfred Müller nach einem Jončev-Freistoß eine schlechte Figur (13’), und als Zdravkov per Strafstoß gar noch auf 3:0 erhöhte – Udo Horsmann hatte Mladenov zu Boden gerissen – lag das Desaster in der Luft. Die 70.000 Zuschauer waren aus dem Häuschen.

Der konsternierte Bayern-Coach Pál Csernai wechselte nun Dieter Hoeneß, den er aus taktischen Gründen auf die Bank beordert hatte, für den indisponierten Isländer Ásgeir Sigurvinsson ein. Ein gelungener Schachzug, denn plötzlich lief es bei den Münchnern. Bernd Dürnberger, dem in der gesamten Bundesliga-Saison nicht ein Treffer gelungen war, verkürzte urplötzlich auf 3:1 (27’), und Horsmann machte seinen Fehler, als er den Strafstoß verursachte, wieder gut und legte für Dieter Hoeneß das 3:2 auf (32’). Zur Pause sah es also für „Breitnigge“ und Co. wieder etwas besser aus, wenngleich CSKA nach dem Wechsel wieder auf die Tube drückte. Jončev (49’) erhöhte unmittelbar nach Wiederanpfiff auf 4:2, doch Breitner stellte mit einem satten Schuss aus halblinker Position acht Minuten vor dem Ende den alten Abstand wieder her. „Wir haben nach einem fantastischen Beginn haarsträubende Fehler gemacht und einen hohen Preis dafür bezahlen müssen“, ereiferte sich Nikodimov. Die Bayern hingegen konnten mit dem 4:3 gut leben, schließlich würde nun ein 1:0 im Olympiastadion reichen.

3:4-Niederlagen wurden für die Münchner in dieser Zeit ohnehin zur Gewohnheit, am folgenden Bundesliga-Spieltag unterlagen sie bei Eintracht Frankfurt mit demselben Ergebnis und stürzten sogar auf Rang drei ab. Und nur eine Woche später stand im Olympiastadion das meisterschaftsentscheidende Spiel gegen den Erzrivalen aus dem Norden und Tabellenführer HSV an. Es sollte eine der legendärsten Partien in der Bundesliga-Historie werden. Sie endete … 3:4, weil Thomas von Heesen (70’) und Horst Hrubesch (76’, 90’) die Münchner 3:1-Führung in den letzten 20 Minuten zunichte machten.

bayern-sofiaZwischen diesen beiden 3:4-Niederlagen stand noch das EC1-Halbfinal-Rückspiel gegen Sofia an. CSKA lieferte sich in der heimischen Liga mit dem ewigen Kontrahenten Levski-Spartak einen Zweikampf an der Spitze. Doch nun galt die volle Konzentration dem Auftritt in München. 90 Minuten trennten den Armeeklub davon, als erster Ostblock-Verein das Finale der Königsklasse zu erreichen. Das hatten noch nicht einmal die „großen Brüder“ aus Moskau geschafft! Der Traum währte immerhin bis kurz vor der Pause. In der 43. Minute aber beförderte Breitner eine Rummenigge-Flanke ins leere Tor und verwandelte kurz nach dem Wechsel einen von Aleksandr Aleksandrov an Wolfgang Dremmler verursachten Foulelfmeter (47’) zum 2:0. Bayern-Torwart Walter Junghans, der den formschwachen Müller ersetzte, blieb nahezu beschäftigungslos. Als Rummenigge nach einem weiten Pass freistehend vor Velinov auftauchte und das 3:0 markierte (65’), resignierte Nikodimov. Fünf Minuten später wechselte er Torjäger Jončev aus, um den Schaden in Grenzen zu halten, doch seine Truppe hatte sich bereits aufgegeben. Rummenigge erhöhte schließlich noch zum 4:0-Endstand (76’). Wieder einmal hatten „Breitnigge“ einem wichtigen Spiel ihren Stempel aufgedrückt, wobei der Einsatz Rummenigges alles andere als selbstverständlich war. Mitte März hatte er sich noch eine Verletzung zugezogen, die die Ärzte als Kreuzbanddehnung mit vier Wochen Pause diagnostizierten. 14 Tage später stand der Bayern-Torjäger wieder auf dem Platz.

Für CSKA war die Europa-Tournee beendet. Wie schon bei ihrem ersten Auftritt im Olympiastadion (EC1 1973/74) sowie in den zwei darauffolgenden Gastspielen in München (EC1 1987/88 und 1990/91) mussten sie hier vier Tore hinnehmen. Das waren vier zu viel. Immerhin trösteten sich die Armee-Kicker mit dem Gewinn der bulgarischen Meisterschaft, die sie mit einem Punkt Vorsprung auf Levski-Spartak ins Ziel retteten. Im Finale des nationalen Pokals kamen sie allerdings gegen den Stadtrivalen mit … 0:4 unter die Räder.

CSKA sollte zu Hause noch viele Titel holen und sich immer wieder im Europapokal versuchen dürfen. Doch die Euphorie des 7. April 1982, die nach jenen magischen Anfangsminuten im Vasil Levski herrschte, wurde nie mehr entfacht. 3:0 gegen die großen Bayern nach 18 Minuten – war es vielleicht doch nur ein Traum?


EUROPAPOKAL DER LANDESMEISTER 1981/82

CSKA Sofia – Real Sociedad San Sebastián 1:0, 0:0
CSKA Sofia – Glentoran Belfast 2:0, 1:2 n.V.
Liverpool FC – CSKA Sofia 1:0, 0:2 n.V.

CSKA Sofia – Bayern München 4:3 (3:2)
CSKA: Velinov – Bezinski, D. Dimitrov, Tomanov (46’ A. Dimitrov),
G. Dimitrov, Iliev, Jončev, Mladenov, Kerimov
(40’ Aleksandrov), Zdravkov, Velkov. – Trainer: Nikodimov.
Bayern: Müller – Niedermayer, Horsmann, Beierlorzer,
Augenthaler, Kraus (54’ Pflügler), Dürnberger, Breitner, Sigurvinsson
(17’ D. Hoeneß), Dremmler, Rummenigge. – Trainer:
Csernai.
Tore: 1:0 G. Dimitrov (7’), 2:0 Jončev (13’), 3:0 Mladenov
(18’, Strafstoß), 3:1 Dürnberger (27’), 3:2 D. Hoeneß (32’), 4:2
Jončev (49’), 4:3 Breitner (82’). SR: Lambert (Frankreich). Zuschauer: 70.000.
Sofia, »Vasil Levski«, 7. April 1982

Bayern München – CSKA Sofia 4:0 (1:0)
Bayern: Junghans – Beierlorzer, Horsmann, Weiner, Augenthaler,
Kraus (77’ Niedermayer), Dürnberger (77’ Sigurvinsson),
Breitner, Dremmler, D. Hoeneß, Rummenigge. – Trainer:
Csernai.
CSKA: Velinov – G. Dimitrov, D. Dimitrov, Iliev, Bezinski,
Zdravkov, Dževizov, Velkov, Aleksandrov, Mladenov, Jončev
(70’ Kerimov). – Trainer: Nikodimov.
Tore: 1:0 Breitner (43’), 2:0 Breitner (47’, Strafstoß), 3:0 Rummenigge
(65’), 4:0 Rummenigge (76’). SR: Syme (Schottland). Zuschauer: 45.000.
München, »Olympiastadion«, 21. April 1982

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